Startschuss für „EmslandCare“ – Gesundheitslotsen unterstützen Menschen im Emsland und bieten ein Entlastungsangebot für Hausärztinnen und Hausärzte

Meppen (pm). Unsere Gesellschaft verändert sich: Zeitdruck und Stress steigen, Krankheiten sind vielschichtiger, gleichzeitig nehmen soziale Bindungen und familiäre Rückendeckung ab. Das erfahren zunehmend auch jüngere und gesundheitlich belastete Menschen. Nicht selten wenden sie sich mit ihren Sorgen an die eigene Hausarztpraxis, weil ihnen sonst der Ansprechpartner fehlt.
Fabian Brand
Städtischer Direktor Matthias Wahmes (links) und Andreas Pothen (rechts), Leitung des Fachbereichs Arbeit, Soziales und Gesundheit, begrüßten Ina Klompmaker (Mitte) im Stadthaus. (Foto: Stadt Meppen)

Mit dem Projekt EmslandCare baut der Landkreis Emsland gemeinsam mit den 19 emsländischen Städten, Samtgemeinden und Gemeinden seine Unterstützungsangebote im Gesundheits- und Pflegebereich weiter aus. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürgern vor Ort eine verlässliche Anlaufstelle zu bieten und Hausärztinnen und Hausärzte von Aufgaben zu entlasten, die nicht in die reguläre Sprechstunde gehören.

In diesem Zuge entstehen nun in den Rathäusern der Städte, Samtgemeinden und Gemeinden sukzessive zusätzliche Beratungsangebote mit einer klaren Lotsenfunktion. Dort erhalten Ratsuchende Unterstützung bei Fragen zu psychosozialen Belastungen, Pflege, Demenz oder ähnlichen Themen – niedrigschwellig, wohnortnah, kostenlos und ohne lange Wartezeiten.

Kern des Projekts sind qualifizierte Fachkräfte mit Hintergründen unter anderem aus den Bereichen Pflege, Sozialpädagogik oder Psychologie. Sie beraten, hören zu und helfen dabei, passende Unterstützungsangebote zu finden oder Kontakte herzustellen. Dabei sind sie niedrigschwellig telefonisch erreichbar, bieten vor Ort Sprechstunden an oder kommen bei Bedarf per Hausbesuch vorbei. Medizinische Diagnosen oder Behandlungen gehören nicht zu ihren Aufgaben.

Die Sprechstunden in den neuen Anlaufstellen werden jeweils zur Hälfte durch Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunktes Emsland sowie der genial eG übernommen. Die organisatorische Koordination liegt beim Landkreis Emsland.

In Meppen ist das Angebot von EmslandCare bereits gestartet. Als Gesundheitslotsin ist Frau Ina Klompmaker vom Pflegestützpunkt des Landkreises Emsland seit Anfang Februar im Stadthaus Meppen im Einsatz. Sie bietet jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat eine vierstündige Sprechzeit von 8.30 bis 12.30 Uhr in den Räumlichkeiten der ehemaligen Verbraucherzentrale an.

Frau Klompmaker ist telefonisch unter 05931 44-2210 sowie per E-Mail unter ina.klompmaker@emsland.de erreichbar.

Perspektivisch wird das Angebot erweitert: Eine weitere Fachkraft der genial eG wird hinzukommen, sodass künftig wöchentliche Sprechzeiten zu den Themen Demenz, Pflege und psychosoziale Belastungen stattfinden können.

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