Zugführer aus dem Emsland zu Gast bei der Spezialeinheit für CBRN-Lagen

Meppen (pm). Am 13. März besuchten Zugführer der Gefahrgutzüge des Landkreises Emsland sowie Kreisausbilder für den Bereich CBRN die Analytische Task Force Dortmund zu einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Die Teilnehmer wurden von den Kameraden der Berufsfeuerwehr Dortmund herzlich empfangen.
Fabian Brand
Am 13. März besuchten Zugführer der Gefahrgutzüge des Landkreises Emsland sowie Kreisausbilder für den Bereich CBRN die Analytische Task Force Dortmund. (Foto: Martin Mehmann)

Zu Beginn erhielten die Gäste eine umfassende Einführung in die Aufgaben, Fähigkeiten und die besondere Ausrüstung der ATF. Die Analytische Task Force ist eine Spezialeinheit zur Erkennung atomarer, biologischer und chemischer Stoffe und bundesweit an acht Standorten bei verschiedenen Berufsfeuerwehren angesiedelt. Ihr Einsatzspektrum reicht von regionalen Unterstützungsleistungen bis hin zu überregionalen und sogar internationalen Einsätzen. Die Alarmierung kann über das niedersächsische Innenministerium und weiter über das Gemeinsame Lagezentrum von Bund und Ländern (GLMZ) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe erfolgen.

Im weiteren Verlauf wurden den Teilnehmern mehrere Einsatzbeispiele vorgestellt, insbesondere im Zusammenspiel mit Polizeibehörden. Ein aktuelles Beispiel stellte die Unterstützung bei der Durchsuchung eines Drogenlabors dar. Hier übernahmen die Dortmunder Spezialisten die Identifikation der vorgefundenen Chemikalien und leisteten damit einen entscheidenden Beitrag zur Gefahreneinschätzung für die eingesetzten Einsatzkräfte.

Im Anschluss folgte die Besichtigung der Fahrzeughalle. Dort präsentierte die ATF ihre spezielle Fahrzeug- und Gerätetechnik. Zum Fuhrpark gehören unter anderem ein Mannschaftstransportwagen (MTW), ein Einsatzleitwagen (ELW) mit umfangreicher Messtechnik, ein Abrollbehälter Labor als mobiles Analysesystem sowie ein Gerätewagen mit vielfältiger Ausrüstung und Ladebordwand. Für internationale Einsätze sind Teile der Ausstattung in lufttransportfähigen Kisten verlastet.

Besonders eindrucksvoll zeigte sich der Abrollbehälter Labor. Dieser verfügt über eine Vielzahl moderner Messgeräte sowie einen Arbeitsplatz mit Absauganlage. Das Labor kann zudem in einen „schwarzen“ und „weißen“ Bereich unterteilt werden, um eine sichere und strukturierte Probenbearbeitung zu gewährleisten.

Unterstützt werden die Einsatzkräfte der ATF durch Chemie-Fachberater. Diese übernehmen die Auswertung der Messergebnisse. Zur Absicherung der Stoffidentifikation werden grundsätzlich zwei unabhängige Proben mit unterschiedlichen Verfahren analysiert. Stimmen die Ergebnisse überein, gilt der Stoff als eindeutig identifiziert.

Nach der ausführlichen Vorstellung der Technik und Arbeitsweise endete der Besuch. Die Teilnehmer blicken auf einen kurzweiligen und zugleich sehr informativen Tag zurück. Ein besonderer Dank gilt der Feuerwehr Dortmund für die freundliche Aufnahme und die interessanten Einblicke in die Arbeit der Analytischen Task Force.

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