BBS Lingen Technik und Gestaltung als „Schule der Vielfalt“ ausgezeichnet

Lingen (pm). Die Berufsbildenden Schulen (BBS) Lingen Technik und Gestaltung dürfen sich „Schule der Vielfalt“ nennen. In einem offiziellen Festakt im Forum der Schule erhielten sie die Auszeichnung des Landes Niedersachsen für ein respektvolles, diskriminierungssensibles Schulklima – ausdrücklich auch mit Blick auf sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität.
Fabian Brand
(v. l.) Schulleiter Jürgen Korte, Erster Kreisrat Martin Gerenkamp, Initiatorin und Gleichstellungsbeauftragte, Sylvia Wroblowski-Gerling, und die zuständige Beratungslehrkraft Birgitt Amelsberg präsentieren die Urkunde und das dazugehörige Schild, das die BBS Lingen Technik und Gestaltung als „Schule der Vielfalt“ ausweist. (Foto: Landkreis Emsland)

„Die Auszeichnung macht sichtbar, dass hier Verschiedenheit nicht geduldet, sondern ausdrücklich gewollt ist, und dass Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Lebenswegen, Identitäten und Biografien an den BBS sicher lernen und arbeiten können“, betonte Schulleiter Jürgen Korte.

Erster Kreisrat Martin Gerenkamp gratulierte der Schule zu der besonderen Würdigung. Die Schule in der Trägerschaft des Landkreises Emsland sei „ein gutes Beispiel für ein demokratisches Miteinander ohne Vorurteile und damit Vorbild auch für andere Schulen“, sagte er.

Sichtbare Verankerung und klare Ansprechstrukturen

In seiner Ansprache skizzierte Korte die Schritte, mit denen die BBS Lingen die Kriterien der Landesinitiative konkret umgesetzt haben: Vielfalt sei im Schulprogramm verankert, Beratungs- und Unterstützungsangebote seien transparent gemacht und Gleichstellung organisatorisch gestärkt worden. Besonders hob er die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten Sylvia Wroblowski-Gerling und Ruth Brinkmann sowie der Beratungslehrerin Birgitt Amelsberg in diesem Zusammenhang hervor.

Zudem setzt die Schule auf externe Expertise – etwa durch Begegnungs- und Aufklärungsangebote, die Jugendlichen Gespräche „auf Augenhöhe“ ermöglichen. Vielfalt werde an einer berufsbildenden Schule außerdem „breit“ gedacht: Von Auszubildenden über Vollzeitschülerinnen und -schüler bis hin zu Lernenden mit Handicaps oder Fluchterfahrung brauche es passgenaue Zugänge, Orientierung und sozialpädagogische Unterstützung.

Schülerinnen und Schüler gestalten den Festakt mit

Zum Programm gehörten musikalische Beiträge, ein Video zur „Vielfalt“ an der Schule sowie Statements von Schülerinnen und Schülern der Klassen TG-13 und FOG24-1, die mit Zitaten begründeten, warum die BBS „Schule der Vielfalt“ sein wollen. Nach der offiziellen Label-Verleihung klang der Festakt bei einem „Get together“ mit Ausstellung und Musik aus.

Korte machte zugleich deutlich, dass die Auszeichnung kein Endpunkt sei „Sie bestätigt den eingeschlagenen Weg, verpflichtet aber auch, Vorurteile weiter abzubauen, Sprache sensibel zu gestalten und Benachteiligungen konsequent zu thematisieren“, sagte er.

Hintergrund

Die Landesinitiative „Schule der Vielfalt“ unterstützt Schulen u. a. durch Bausteine der Aufklärungs- und Antidiskriminierungsarbeit, Fortbildungen, externe Kooperationen sowie die Entwicklung klarer Beratungs- und Ansprechstrukturen.

Mehr Informationen auf Instagramm unter https://www.bbs-lingen-tg.de/vielfalt/

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