Lingen – Ermittlern gelingt Aufklärung mehrerer Brandstiftungen

Lingen (ots). Nach umfangreichen Ermittlungen des Fachkommissariats für Kinder- und Jugendkriminalität der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim konnten mehrere Brandstiftungen im Stadtgebiet Lingen aufgeklärt werden.
Matthias Brüning
(Symbolfoto: Matthias Brüning)

Die Ermittlungen richten sich gegen drei Tatverdächtige aus Lingen im Alter von 11, 12 und 14 Jahren. Nach derzeitigem Stand stehen sie im Verdacht, für eine Vielzahl von Bränden zwischen Ende April und Anfang Mai 2026 verantwortlich zu sein.

Den Tatverdächtigen werden unter anderem folgende Taten zugerechnet:

  • mehrere Mülltonnen- und Containerbrände in der Nacht zum 04.05.2026 am Schwalbenweg, an der Birkenallee sowie auf dem Gelände der Matthias-Claudius-Schule
  • weitere Container- und Mülltonnenbrände in der Nacht zum 02.05.2026 an der Heidekampstraße und im Bereich Pulverturm
  • sowie vier weitere Brände in der Nacht zum 22.03./23.03.2026 an der Alten Haselünner Straße, am „Alten Pferdemarkt“, in der Lerchenstraße und im Starenweg.

Dabei wurden zahlreiche Mülltonnen und Container zerstört. In einem Fall griff das Feuer auf ein Wohnhaus über. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Die Ermittlungen erfolgten in enger Abstimmung mit den Erziehungsberechtigten sowie weiteren beteiligten Stellen. Auch wenn zwei der Tatverdächtigen aufgrund ihres Alters noch strafunmündig sind, bleiben die Taten nicht folgenlos. Neben polizeilichen und jugendhilferechtlichen Maßnahmen können auch zivilrechtliche Forderungen auf die Familien zukommen.

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass Brandstiftungen keine harmlosen „Mutproben“ oder „Streiche“ darstellen. Bereits kleine Feuer können sich unkontrolliert ausbreiten und erhebliche Gefahren für Menschen, Gebäude und Einsatzkräfte verursachen.

„Gerade die Brände in Wohngebieten haben gezeigt, wie schnell aus einer vermeintlichen Sachbeschädigung eine ernsthafte Gefahr für Menschen entstehen kann. Deshalb verfolgen wir solche Taten konsequent – unabhängig vom Alter der Tatverdächtigen“, so die Ermittler des Fachkommissariats.

Mit der Aufklärung der Taten verbindet die Polizei zudem das Ziel, das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und das Vertrauen in die polizeiliche Ermittlungsarbeit weiter zu festigen.

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