Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste trainieren gemeinsam den Ernstfall

Ter Apel. Sirenen, Rauch, eingeklemmte Unfallopfer und ein Gefahrgut-Lkw: Auf dem Gelände „Polderputten“ in Ter Apel fand am 18. Mai eine groß angelegte grenzüberschreitende Übung statt. Einsatzkräfte aus den Niederlanden und Deutschland trainierten gemeinsam den Umgang mit einer schweren Massenkarambolage. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst unter realistischen Bedingungen zu stärken. 
Matthias Brüning
Zu einer realitätsnahen Einsatzübung rückten am Montagabend zahlreiche Einsatzkräfte aus (Foto: Matthias Brüning)

Das Szenario hatte es in sich: Simuliert wurde ein schwerer Verkehrsunfall auf der N366 nahe der deutschen Grenze mit insgesamt acht beteiligten Pkw, einem Reisebus mit Fußballfans sowie einem Gefahrgut-Lkw. Mehrere Personen galten als verletzt oder eingeklemmt. Vier der Opfer wurden von realistisch geschminkten Darstellern gespielt, um die Lage möglichst authentisch darzustellen.  

An der Übung beteiligt waren die Feuerwehren aus Ter Apel, Emmer-Compascuum und dem deutschen Rütenbrock. Auch deutsche und niederländische Polizeikräfte sowie Rettungsdienste arbeiteten gemeinsam an der Einsatzstelle. Besonders im Fokus standen die technische Rettung bei Verkehrsunfällen, die strukturierte Erkundung der Fahrzeuge, die Triage von Verletzten sowie die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Organisationen.  

Die ersten Kräfte trafen gegen 19 Uhr am Übungsort ein. Schrittweise wurden weitere Einheiten nachalarmiert. Während die Polizei zunächst die Lage absicherte und eine mögliche Straftat im Szenario bearbeitete, kümmerten sich Feuerwehr und Rettungsdienst um die Rettung und Versorgung der Verletzten. Parallel mussten Gefahren durch Elektrofahrzeuge, Airbags und den Gefahrgut-Lkw berücksichtigt werden.  


Die Polizei musste sich u.a. um Schaulustige, Angehörige und „Störer“ an der Unfallstelle kümmern.

Besonderen Wert legte die Übungsleitung auf die Sicherheit der Teilnehmer. Für den Ernstfall innerhalb der Übung galt jederzeit eine sogenannte „No-Play“-Prozedur. Diese hätte bei echten Zwischenfällen sofort alle Übungsabläufe gestoppt.  

Nach rund anderthalb Stunden endete die Übung mit einer gemeinsamen Auswertung aller beteiligten Organisationen. Beobachter analysierten dabei die Abläufe und gaben den Einsatzkräften direkt Rückmeldungen zu Kommunikation, Zusammenarbeit und Einsatztaktik. Der Abend klang anschließend bei einem gemeinsamen Grillen der Beteiligten aus.  

Die Verantwortlichen zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf der Großübung. Solche gemeinsamen Trainings seien wichtig, um im Ernstfall schnell, sicher und grenzüberschreitend handeln zu können.

Fotos: Matthias Brüning

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