13 Leitlinien für gelingendes Ehrenamt im Emsland vorgestellt

Meppen (pm). Ehrenamtliches Engagement ist ein unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenhalts im Landkreis Emsland. Ob in Vereinen, Kirchengemeinden, sozialen Einrichtungen, der Kultur, im Sport oder in vielen weiteren Bereichen – zahlreiche Menschen engagieren sich täglich freiwillig für andere und gestalten damit aktiv das Gemeinwesen mit. Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier läuft in diesem Jahr die Initiative „Der Ehrentag" anlässlich des 77. Geburtstages des Grundgesetzes als deutschlandweiter Mitmachtag. Den Aktionszeitraum zum „Ehrentag“ nimmt der Landkreis Emsland zum Anlass, 13 Leitlinien für ein gelingendes Ehrenamt vorzustellen.
Fabian Brand
Eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern im Netzwerk Ehrenamt hat sich intensiv mit der Neugestaltung der Leitlinien beschäftigt. (Foto: Landkreis Emsland)

Die Leitlinien verdeutlichen, dass Ehrenamt einen hohen Stellenwert besitzt, jedoch nicht als selbstverständlich angesehen werden darf. „Gute Rahmenbedingungen, verlässliche Strukturen und gegenseitige Wertschätzung sind entscheidende Voraussetzungen dafür, dass freiwilliges Engagement langfristig gelingen kann“, unterstreicht Landrat Marc-André Burgdorf.

„Ehrenamt lebt von Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich für andere einzusetzen. Damit dieses Engagement dauerhaft Freude macht, braucht es klare Strukturen, offene Kommunikation und eine Kultur der Anerkennung“, ergänzen die Mitglieder im Netzwerk Ehrenamt, die diese Orientierungshilfe verfasst haben. Im Netzwerk Ehrenamt arbeiten Vertreterinnen und Vertreter viele Träger für freiwilliges Engagement unter Federführung des Ehrenamtsservices des Landkreises Emsland mit.

Die Leitlinien richten sich insbesondere an verantwortliche Ansprechpersonen im Ehrenamt – sowohl haupt- als auch ehrenamtlich Tätige. Sie sollen Orientierung geben und gleichzeitig als praktische Handreichung dienen. Die konkrete Umsetzung könne dabei individuell an die jeweiligen Strukturen und Möglichkeiten angepasst werden.

Die 13 Leitlinien beschreiben zentrale Qualitätsstandards für die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen und setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte. Dazu gehört zum Beispiel, dass Aufgaben von Beginn an konkret beschrieben werden, damit Ehrenamtliche wissen, was von ihnen erwartet wird und welche Verantwortung sie übernehmen. Ebenso wichtig ist eine feste Ansprechperson, die bei Fragen unterstützt und Orientierung gibt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf einem gelingenden Start: Durch eine angemessene Einarbeitung können Ehrenamtliche ihre Aufgaben sicher übernehmen und sich schneller in Strukturen und Abläufe einfinden. Wertschätzung spielt ebenfalls eine zentrale Rolle, etwa durch Anerkennung im Alltag, durch Qualifizierungsangebote, die Erstattung von Auslagen oder eine Bescheinigung über das geleistete Engagement. Zudem sollten rechtliche Rahmenbedingungen geklärt sein und vorhandene Infrastruktur nutzbar gemacht werden.

Besonders wichtig sei dem Netzwerk bei den Leitlinien, dass allen Menschen ein Zugang zum Ehrenamt ermöglicht werde. Ehrenamtliches Engagement solle offen, vielfältig und inklusiv gestaltet werden.

Die Leitlinien machen zugleich deutlich, dass Ehrenamtliche nicht nur Zeit schenken, sondern auch Kompetenzen erwerben und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. „Deshalb sind Anerkennung, Unterstützung und gute Begleitung wichtige Bausteine einer zukunftsfähigen Ehrenamtskultur“, betont dazu Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis.

Die einzelnen Leitlinien mit entsprechenden Handreichungen, Informationen zu den Mitgliedern im Netzwerk Ehrenamt sowie weitere Informationen zum Ehrenamtsservice des Landkreises Emsland sind unter www.ehrenamt-emsland.de zu finden.

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