Lingen – Erster Spatenstich für den Synergypark Lühn

Lingen (pm). Mit dem ersten Spatenstich hat das Lingener Traditionsunternehmen Lühn Bau am Montag den offiziellen Startschuss für den Bau des Synergyparks gegeben. Auf dem Areal entsteht in den kommenden Jahren ein innovativer Park für die Bauwirtschaft. Den Auftakt bildet der Bau einer neuen Werkhalle mit angeschlossenen Büroeinheiten. Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Planung würdigten das Projekt als wegweisende Investition in den Wirtschaftsstandort Lingen.
Fabian Brand
Feierlicher Spatenstich (v.l.n.r.): Ludger Tieke (Fachbereichsleiter Wirtschaftsförderung und Liegenschaften), Lothar Schreinemacher (Stadtbaurat), Martin Koopmann (Ortsbürgermeister Bramsche), Günter Reppien (Vorsitzender des Ausschusses für Planen, Bauen und Mobilität), Oberbürgermeister Dieter Krone, Beyhan Ciftci (Geschäftsführender Gesellschafter Lühn Bau), Zara Ciftci (Abiturientin), Jörg Morslöden (Geschäftsführender Gesellschafter Lühn Bau), Christian Tschersich (SDE Studio for Designed Enviroments / Architecture), Jens Egbers (Geschäftsleitung Lühn Bau), Franz Lügering (Betriebsrat Lühn Bau), Tom Elpers (Projektleitung Lühn Bau) Helmut Egbers (Meister-Polier Lühn Bau). (Foto: Stadt Lingen)

„Heute ist ein besonderer Tag für unser Unternehmen. Mit dem Synergypark schaffen wir das Fundament für unsere Zukunft“, sagte Beyhan Ciftci, geschäftsführender Gesellschafter der Lühn Bau GmbH & Co. KG. Lühn Bau stehe seit jeher für Erfahrung, gegenseitige Verlässlichkeit und sichere Arbeitsplätze. Sein besonderer Dank galt der gesamten Belegschaft sowie der Stadt Lingen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bei der Entwicklung des Projekts.

Der Synergypark vereint moderne Architektur mit zukunftsorientierten Arbeitswelten und setzt dabei konsequent auf Nachhaltigkeit und Flexibilität. Die erste Bauphase umfasst eine rund 2.500 Quadratmeter große Werkhalle mit Hochregallager, Werkstätten und modernen Büroflächen auf drei Stockwerken. Das Gebäude wird weitgehend in Eigenleistung errichtet und ist so konzipiert, dass sich seine innere Struktur jederzeit an veränderte Anforderungen anpassen lässt. Ein markanter Sichtbetonbügel verbindet künftig die funktionalen Hallenbereiche mit den Büroeinheiten und prägt das architektonische Erscheinungsbild.

Auch ökologisch setzt das Projekt Maßstäbe: Geplant sind unter anderem der Einsatz von recyceltem Beton, Photovoltaikanlagen, Dachbegrünungen sowie intelligente Systeme zur Wasseraufbereitung. Parallel werden lärmintensive Werkstattbereiche auf ein neu erworbenes Areal im Norden verlagert. Dadurch entstehen auf dem eigentlichen Synergypark künftig zusätzliche Flächen für Büro- und Verwaltungsnutzungen, Start-ups sowie eine Kindertagesstätte.

Oberbürgermeister Dieter Krone bezeichnete den Spatenstich als bedeutenden Meilenstein für die Stadtentwicklung: „Ein Spatenstich ist der Moment, in dem aus einer Idee sichtbare Realität wird. Lühn und Lingen – das passt seit mehr als 300 Jahren zusammen. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie ein traditionsreiches Unternehmen seine Zukunft am Heimatstandort gestaltet. Besonders beeindruckend ist dabei der starke Zusammenhalt im Unternehmen.“

Lühn Bau ist seit über 300 Jahren in Lingen ansässig und beschäftigt derzeit rund 150 festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Unternehmen realisiert anspruchsvolle Bauprojekte in Norddeutschland – vom Ingenieurbau über Spezialgründungen bis hin zu schlüsselfertigen Gewerbe-, Wohn-, Klinik- und Hochschulbauten. Neben dem Stammsitz in Lingen bestehen Niederlassungen in Düsseldorf sowie Osnabrück/Wallenhorst.

Auch Bramsches Ortsbürgermeister Martin Koopmann begrüßte die Entwicklung: „Ich freue mich sehr, dass Lühn Bau künftig auch in Bramsche mit diesem zukunftsweisenden Projekt vertreten ist. Der Name Synergypark bringt es auf den Punkt: Gemeinsam erreicht man mehr als allein.“

Architekt Christian Tschersich vom Planungsbüro SDE sprach vom Übergang „von der Vision zur Realität“. Ziel sei es gewesen, einen Ort zu schaffen, der die Identität des Unternehmens widerspiegele. „Der Synergypark soll zeitlos, zukunftsweisend und flexibel sein – und mit seiner Architektur zeigen, wofür Lühn Bau steht. Beton ist bei dem Neubau Werkhalle Süd nicht nur Baustoff, sondern ein prägendes Gestaltungselement.“

Für die Belegschaft sprach Betriebsratsvorsitzender Franz Lügering. „Ein Spatenstich bewegt nicht nur Erde – er bewegt auch unsere Zukunft. Dass dieses Projekt nun beginnt, erfüllt uns alle mit großem Stolz.“

Die Fertigstellung der neuen Werkhalle ist für das vierte Quartal 2027 vorgesehen. Direkt im Anschluss soll der Bau des neuen Verwaltungsgebäudes beginnen, dessen Fertigstellung für Ende 2029 geplant ist. Parallel startet bereits die Vermarktung weiterer Grundstücke innerhalb des Synergyparks. Erste Gespräche mit Unternehmen aus dem Bau- und Planungsbereich laufen bereits.

Mit seiner Lage direkt an der Bundesstraße 70 wird der Synergypark künftig weithin sichtbar sein und als architektonisch markantes Eingangstor den Wirtschaftsstandort Lingen repräsentieren. Zugleich entsteht ein Ort, an dem Handwerk, Ingenieurwesen, Digitalisierung und Innovation zusammenfinden – und damit ein weiterer Impuls für die wirtschaftliche Entwicklung der Region gesetzt wird.

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