Aus Meppen auf die weltgrößte Windmesse: MFB baut Windräder ohne Sprengung zurück

Meppen (pm). Ein Betrieb aus dem Emsland stellt auf der weltgrößten Windmesse aus. MFB Bauunternehmen aus Meppen, hervorgegangen aus OEHM, zeigt auf der WindEnergy Hamburg vom 22. bis 25. September 2026, wie alte Windräder abgebaut werden, damit an gleicher Stelle neue, leistungsstärkere entstehen. Fachleute nennen das Repowering. Wie MFB dabei vorgeht, war zuletzt direkt vor der Haustür zu sehen: Im Windpark Meppen-Teglingen hat die Firma 14 alte Anlagen zurückgebaut und die Flächen für neun neue Vestas-Anlagen vorbereitet, die inzwischen Strom liefern.
Fabian Brand
MFB Bauunternehmen aus Meppen zeigt auf der WindEnergy Hamburg, wie Windräder ohne Sprengung zurückgebaut werden. Im Windpark Meppen-Teglingen hat das Unternehmen bereits 14 alte Anlagen für den Bau von neun neuen Vestas-Anlagen zurückgebaut. (Foto: MFB)

Der Unterschied zum üblichen Vorgehen: MFB sprengt die Betontürme nicht, sondern schneidet sie. Eine patentierte, im eigenen Haus entwickelte Rückbaubühne zerlegt den Turm Segment für Segment auf der vorhandenen Kranstellfläche, bis ins Fundament.

Für die Menschen vor Ort heißt das weniger Belastung: kein Sprenglärm, keine Erschütterung, kein Fallbett auf Nachbarflächen, also keine Fläche, die zum Auffangen der herabstürzenden Teile freigehalten werden muss. Der Boden bleibt unberührt, im Feld bleiben keine Betonreste, und die Flächen bleiben nutzbar. Den Beton bereitet MFB gleich vor Ort zu Wegebaumaterial für den neuen Park auf.

MFB baut seit über 25 Jahren Windpark-Infrastruktur, von Rückbau über Wege bis Fundament aus einer Hand, und beschäftigt rund 100 Mitarbeiter. Auf der WindEnergy Hamburg ist die Firma in Halle A4, Stand 137, zu finden.

„Beim Repowering entscheidet sich viel, bevor die erste neue Anlage steht“, sagt Jörn Maathuis, Bereichsleiter Windenergie bei MFB. „Je weniger vom alten Standort abgefahren werden muss, desto einfacher wird der Neubau.“

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