CWS Workwear eröffnet Europas modernste industrielle Wäscherei in Lingen

Lingen (pm). Europas modernste industrielle Wäscherei steht in Lingen: Am Mittwoch hat CWS Workwear den neuen Standort offiziell eröffnet. Oberbürgermeister Dieter Krone nahm gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Wirtschaftsförderung an der Eröffnung teil. Bei Führungen erhielt die städtische Delegation Einblicke in die Technik und die Arbeitsabläufe.
Fabian Brand
Oberbürgermeister Dieter Krone besuchte gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Wirtschaftsförderung die Eröffnung der neuen Wäscherei von CWS Workwear in Lingen. (Foto: CWS Workwear)

„Wir sind stolz, dass Europas modernste Industriewäscherei in Lingen steht. CWS Workwear setzt mit einer Investition von rund 20 Millionen Euro ein starkes Zeichen für unseren Wirtschaftsstandort. Das Unternehmen knüpft zugleich an eine lange Tradition an. Viele Lingenerinnen und Lingener kennen den Betrieb noch unter dem Namen Adrett“, sagte Oberbürgermeister Dieter Krone.

Zur städtischen Delegation gehörten auch Dietmar Lager von der Wirtschaftsförderung und Ortsbürgermeister Hermann Krone. Hinzu kamen Martin Koopmann, Vorsitzender des Wirtschafts- und Grundstücksausschusses und sein Stellvertreter Stefan Wittler.

CWS Workwear unterstrich bei der Eröffnung die Bedeutung der Investition. „Für uns ist das nicht nur die Eröffnung eines Gebäudes, für uns ist das die größte Investition, die wir in den letzten Jahren getätigt haben“, erklärte Hartmut Engler, CEO CWS Workwear. Das Unternehmen lobte zudem die Zusammenarbeit mit Politik und Behörden. Während der Bauphase seien die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner stets sehr gut erreichbar gewesen und haben unterstützt.

Rund 120 Mitarbeitende bearbeiten am Standort täglich bis zu 25.000 Kleidungsstücke. CWS Workwear versorgt von Lingen aus rund 1.600 Kunden in ganz Niedersachsen und im nördlichen Ruhrgebiet. Der Service umfasst die Abholung, Reinigung und Qualitätskontrolle der Arbeitskleidung.

Nach den Ansprachen erkundeten die Gäste die industrielle Wäscherei in Kleingruppen. Dabei verfolgten sie den Weg der Arbeitskleidung von der Anlieferung bis zur Auslieferung. Robotik und künstliche Intelligenz unterstützen viele Arbeitsschritte und die Mitarbeitenden. Die Technik sorgt auch für mehr Sicherheit: Bereits bei der Sortierung erkennt sie Fremdkörper in den Taschen. So sinkt das Risiko, dass sich Mitarbeitende an vergessenen Gegenständen verletzen. Höhenverstellbare Arbeitsplätze erleichtern zudem die täglichen Handgriffe.

Anschließend gelangt die vorsortierte Kleidung in zwei automatisierte Waschstraßen. Auch die Dosierung der Waschmittel erfolgt automatisch und richtet sich nach den jeweiligen Anforderungen. Nach der Reinigung kontrollieren die Beschäftigten die Kleidungsstücke. Fallen dabei Löcher oder andere Schäden auf, werden diese von Fachkräften repariert. Auch individuelle Änderungswünsche der Kunden setzt das Team dort um.

Für die Gäste war auch die Organisation der Wäsche ein besonderer Einblick: Rund drei Kilometer Fördertechnik verbinden die einzelnen Arbeitsbereiche. Im Obergeschoss bietet ein Speicher Platz für etwa 20.000 Kleidungsstücke auf Bügeln. Jeder Bügel trägt einen Barcode oder RFID-Chip. Damit lässt sich der Standort der Kleidung jederzeit nachvollziehen. Zugleich hilft das System, die Teile für jeden Kunden in der gewünschten Reihenfolge zusammenzustellen.

Von diesem Zusammenspiel aus Technik und Handarbeit profitieren Betriebe unterschiedlicher Branchen.

CWS Workwear versorgt unter anderem Handwerksunternehmen, aber auch  Kunden aus der Lebensmittelbranche, dem medizinischen Bereich und anderen Industrien. Täglich starten Lieferfahrzeuge von Lingen aus, um die gereinigte Arbeitskleidung zu den Kunden zu bringen und getragene Teile abzuholen. Mit dem neuen Lingener Standort erweitert CWS Workwear seine Kapazitäten und schafft Raum für weiteres Wachstum in der Region.

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