Meppen – Dunkle Jahreszeit: Verkehrswacht und Feuerwehr appellieren an Autofahrer

Meppen (pm). Immer wieder kommt es insbesondere in der dunklen Jahreszeit zu Verkehrsunfällen aufgrund schlechter Sichtverhältnisse. Nebel, Regen oder Schneefall schränken die Sicht teils erheblich ein. Die dunkle Jahreszeit beginnt nun wieder. Die Feuerwehr weist auf einen wichtigen Sicherheitsaspekt hin - die richtige Nutzung der Fahrzeugbeleuchtung – insbesondere bei Fahrzeugen mit Automatiklicht.
Fabian Brand
Das Tagfahrlicht bringt leider nur eine eher trügerische Sicherheit. (Foto: Jens Menke)

Automatiklicht reicht häufig nicht aus

Viele moderne Fahrzeuge sind mit einem sogenannten Automatiklicht ausgestattet. Dieses System schaltet das Abblendlicht selbstständig ein, sobald die Umgebungshelligkeit einen bestimmten Wert unterschreitet. Was viele Verkehrsteilnehmer jedoch nicht wissen: Bei Nebel oder starkem Niederschlag reicht diese Funktion häufig nicht aus. Das Automatiklicht reagiert primär auf Helligkeit – nicht auf Sichtweite.

Gerade bei Nebel kann es vorkommen, dass das Fahrzeug kein Licht einschaltet, obwohl die Sicht bereits deutlich eingeschränkt ist. Dies führt dazu, dass Fahrzeuge von anderen Verkehrsteilnehmern schlechter oder zu spät erkannt werden. Besonders kritisch ist hierbei auch, dass bei vielen Fahrzeugen ohne manuell eingeschaltetes Licht die Rückleuchten nicht aktiviert sind.

Die Verkehrswacht Meppen e. V. und die Feuerwehr empfehlen daher ausdrücklich:

  • Verlassen Sie sich bei schlechter Sicht nicht ausschließlich auf das Automatiklicht.
  • Schalten Sie bei Nebel, starkem Regen oder Schneefall immer manuell das Abblendlicht ein.
  • Nutzen Sie bei dichter Sichtbehinderung zusätzlich die Nebelscheinwerfer und – falls erforderlich – die Nebelschlussleuchte.
  • Achten Sie darauf, die Nebelschlussleuchte nur bei sehr geringer Sicht (unter 50 Metern) zu verwenden, um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu blenden.
  • Eine angepasste Geschwindigkeit sowie ein erhöhter Sicherheitsabstand sind bei schlechten Sichtverhältnissen ebenso unerlässlich.

 

Nicht nur auf Assistenzsysteme verlassen

Die Feuerwehr appellieret an alle Verkehrsteilnehmer: Prüfen Sie regelmäßig die Funktion Ihrer Fahrzeugbeleuchtung und verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf Assistenzsysteme. Nur durch umsichtiges und angepasstes Verhalten kann die Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet werden.

Die Verkehrswacht Meppen e. V. unterstützt den Hinweis der Feuerwehr und betont die Bedeutung einer gut sichtbaren und vorausschauenden Fahrweise bei schlechten Sichtverhältnissen. Gerade bei Nebel, Regen oder Schneefall ist es wichtig, rechtzeitig für eine ausreichende Beleuchtung des eigenen Fahrzeugs zu sorgen.

„Moderne Assistenzsysteme können den Fahrer unterstützen, ersetzen aber nicht dessen Aufmerksamkeit und Verantwortung“, so der Appell der Verkehrswacht. Insbesondere bei Fahrzeugen mit automatischer Lichtsteuerung sollten sich Verkehrsteilnehmer nicht blind auf die Technik verlassen. Wer bei eingeschränkter Sicht das Abblendlicht manuell einschaltet, trägt dazu bei, dass das eigene Fahrzeug besser erkannt wird – sowohl von vorausfahrenden als auch von nachfolgenden Verkehrsteilnehmern.

Darüber hinaus empfiehlt die Verkehrswacht, die Geschwindigkeit stets den Sicht- und Straßenverhältnissen anzupassen und ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einzuhalten. Auch eine regelmäßige Kontrolle der Fahrzeugbeleuchtung gehört zu einem verantwortungsvollen Verhalten im Straßenverkehr.

Die Verkehrswacht Meppen e. V. appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, die eigene Sichtbarkeit nicht dem Zufall zu überlassen: Sehen und gesehen werden kann entscheidend sein, um Unfälle zu vermeiden.

Nutzen Sie die kostenlosen Lichttests, welche in verschiedenen Werkstätten angeboten werden. Es bringt Sicherheit – für Sie und für die anderen.

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