Stadt Nordhorn schenkt Einsatzleitwagen an ukrainische Partnerstadt

Nordhorn (pm). Mit Datum vom 15. April 2026 hat der Verwaltungsausschuss der Stadt Nordhorn über eine Fahrzeugschenkung beschlossen. Seit dem heutigen 23. April ist das Fahrzeug, ein VW Crafter, bereits auf dem Weg in die Ukraine.
Phil Gerdes
(v.l.n.r.): Thomas Berling, Bürgermeister der Stadt Nordhorn, Kathrin Schmidt, ehrenamtliche Fahrerin, Jens Sarnow, Leiter Ratsbüro und Jörg Buse, Stadtbrandmeister. (Foto: Stadt Nordhorn)

Der Einsatzleitwagen der Nordhorner Feuerwehr aus dem Jahr 1999, für welches die Nordhorner Feuerwehr bereits seit einiger Zeit Ersatz hat, wurde kürzlich der neuen Partnerstadt Nordhorn, Chuhiuv im Osten der Ukraine angeboten. Die Freunde aus der Partnerstadt haben das Angebot dankend angenommen, denn genau ein solches Fahrzeug wurde kürzlich beschädigt und ist nicht mehr nutzbar. Innerhalb weniger Tage wurde das Projekt umgesetzt.

Bürgermeister Thomas Berling teilte bei der Fahrzeugübergabe an Kathrin Schmidt mit: „Als mir Stadtbrandmeister Jörg Buse mitgeteilt hat, dass das Fahrzeug nicht mehr benötigt wird, hatte ich sofort die Idee, dieses unserer ukrainischen Partnerstadt anzubieten. Dass dann genau solch ein Fahrzeug auch gerade dort fehlt und wir zudem noch eine Freiwillige gefunden haben, die das Fahrzeug umgehend in die Ukraine bringt, ist eine sehr glückliche Fügung.“ Berling dankte Schmidt für ihren ehrenamtlichen Einsatz.

Schmidt kommt selbst aus der Ukraine und wird das Fahrzeug in ihrer Heimatstadt nördlich von Kiew übergeben. Schmidt teilte mit, dass sie bereits einige Male seit Kriegsbeginn im Rahmen von Hilfstransporten unterwegs gewesen sei, zuletzt im Dezember 2025. Beim letzten Hilfstransport aus Nordhorn im Januar 2025 war ihr Vater teil der Ehrenamtlichen, die die Nordhorner Fahrzeuge bis an die ukrainisch-polnische Grenze gebracht haben. Diese Fahrzeuge sind dort auch immer noch im Einsatz.

Berling dankte auch der Firma M+F Spedition GmbH aus Nordhorn für die umfangreiche Unterstützung bei der Abwicklung der Formalitäten. „Natürlich müssen wir als öffentliche Hand besonders darauf achten, dass wir die Ausführbestimmungen für derlei Transporte beachten. Die M+F Spedition GmbH hat uns hierbei uneigennützig sofort geholfen, als wir um Unterstützung gebeten haben.“ Das bereits abgeschriebene Fahrzeug soll ab dem Wochenende seine Dienste in der ukrainischen Partnerstadt erfüllen, die immer wieder Ziel von Drohnenangriffen ist.

Weitere News aus der Region