Tödlicher Unfall auf der A31 bei Schüttorf: Lkw-Fahrer stirbt nach schwerem Zusammenstoß

Suddendorf. Ein schwerer Verkehrsunfall auf der A31 hat am Montagnachmittag (2. November 2026) ein Todesopfer gefordert. Ein 36 Jahre alter Lkw-Fahrer kam dabei ums Leben. Sein Sattelzug war in Fahrtrichtung Süden mit einem Absicherungsfahrzeug kollidiert, das wegen Baumpflegearbeiten auf dem rechten Fahrstreifen stand.
Matthias Brüning
Das schwere Fahrzeug kam auf der Fahrerseite im Seitenraum zum Liegen.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei ereignete sich der Unfall gegen 14:47 Uhr in Höhe Suddendorf. Der 36-jährige Fahrer eines Sattelzuges mit Tankauflieger übersah aus bislang ungeklärter Ursache offenbar das auf der Fahrbahn stehende Absicherungsfahrzeug samt Anhänger.

Nach dem Zusammenstoß kam der Sattelzug nach rechts von der Fahrbahn ab, prallte gegen die Schutzplanke, durchbrach diese und überschlug sich. Schließlich blieb das schwere Fahrzeug auf der Fahrerseite im Seitenraum liegen.

Für den 36-jährigen Fahrer kam jede Hilfe zu spät. Er erlitt tödliche Verletzungen. Glücklicherweise befand sich zum Unfallzeitpunkt niemand in dem Absicherungsfahrzeug. Weitere Verletzte gab es nach Polizeiangaben nicht.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Tankauflieger erheblich beschädigt. Eine größere Menge des geladenen flüssigen Bitumens trat aus und verunreinigte den Bereich der Unfallstelle.

Aufgrund der ausgetretenen Ladung wurde auch die Untere Wasserbehörde des Landkreises Grafschaft Bentheim hinzugezogen. Neben den Rettungs- und Bergungsmaßnahmen sind deshalb umfangreiche Reinigungsarbeiten erforderlich. Unter anderem muss das mit Bitumen verunreinigte Erdreich beseitigt werden.

An der Unfallstelle waren die Feuerwehren aus Schüttorf, Bad Bentheim, Neuenhaus und Ochtrup mit insgesamt rund 30 Einsatzkräften und zehn Fahrzeugen im Einsatz. Zusätzlich waren mehrere Rettungskräfte und Notärzte vor Ort. Auch ein Rettungshubschrauber wurde zur Unterstützung alarmiert.

Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei nach ersten Angaben auf etwa 350.000 bis 400.000 Euro. Für die umfangreichen Rettungs-, Bergungs- und Reinigungsarbeiten musste die A31 in Fahrtrichtung Süden vollständig gesperrt werden. Neben der Bergung des verunglückten Sattelzuges müssen auch die durch den Austritt des Bitumens entstandenen Verunreinigungen beseitigt werden.

Aufgrund der umfangreichen Bergungs- und Reinigungsarbeiten sowie des ausgetretenen Bitumens musste die Fahrbahn bis etwa 8 Uhr am Dienstagmorgen gesperrt bleiben.

Die Polizei bedankt sich bei allen Verkehrsteilnehmenden für ihre Geduld und ihr Verständnis.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen. Warum der Fahrer das Absicherungsfahrzeug offenbar übersah, ist bislang noch unklar.

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