Meppen – Vegetationsbrand auf WTD-Gelände

Meppen. Am heutigen Samstag gegen 11 Uhr sichtete eine Flugzeugbesatzung der Flugschule Dankern während eines Ausbildungsfluges eine Rauchentwicklung östlich des Flugplatzes im Bereich der Wehrtechnischen Dienststelle WTD 91.
Matthias Brüning
Die Rauchwolken sind bereits aus der Ferne zu sehen (Foto: Oliver Hankofer)
„Wir beobachteten die Rauchentwicklung einige Platzrunden, entschieden uns dann aber Rauchsäule anzufliegen“, erklärt Oliver Hankofer, UL-Fluglehrer. Mit seinem Flugschüler verließ er die Platzrunde des Ultraleichtflugplatzes und steuerte in Richtung des Flugbeschränkungsgebiets (ED-R34A), in dessen Bereich die Erprobungsstelle für Waffen und Munition liegt. 
 
„Bevor wir in das Beschränkungsgebiet einflogen, nahmen wir per Funk Kontakt zum Fluginformationsdienst auf, nur um ganz sicher zu gehen, dass das Gebiet inaktiv ist. Am Wochenende ist das in der Regel der Fall, aber wir wollten ganz sicher gehen“, so Hankofer.  „Außerdem fragte ich in unserer eigens dafür eingerichteten Whats-App-Gruppe an, ob eine Rauchentwicklung auf der WTD bekannt sei. Seitens der Kreisfeuerwehrführung wurde dies jedoch verneint, dort war kein Brandereignis bekannt“.
 
Um genau 11 Uhr erreichten Fluglehrer und Schüler die verdächtige Rauchentwicklung auf dem Übungsgelände.
 
„Während wir den Brand rund um einen Hochsitz umkreisten, meldeten wir ihn beim Fluginformationsdienst der Deutschen Flugsicherung. Diese wollte wiederum Kontakt zur WTD aufnehmen“, erzählt Hankofer.
Flexarbeiten an einem Hochsitz könnten der Auslöser für den Brand gewesen sein (Foto: Oliver Hankofer)
 
„Einsatzkräfte konnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht sehen. Auf den angefertigten Fotos erkannten wir in der Auswertung später, dass zwei Personen auf dem Feld neben dem Feuer standen. Ob diese bereits Hilfe angefordert hatten, lässt sich unsererseits nicht sagen. Nach der Landung in Dankern telefonierten wir sicherheitshalber noch mit der Leitstelle Ems-Vechte, die mittlerweile auch einen Anruf von der WTD erhalten hatte“. 
Rund 90 Minuten später hatte sich das Feuer weiter ausgedehnt (Foto: Oliver Hankofer)
 
Die Flugschule Dankern hat in der Vergangenheit schon mehrfach mit Feuerwehren im Landkreis Emsland zusammengearbeitet. So fanden im letzten Jahr auch zwei Workshops zur Vorgehensweise bei Flugunfällen mit Ultraleichtflugzeugen statt. Hankofer war selbst 30 Jahre ehrenamtlich Feuerwehrmann und auch beim Moorbrand 2018 ein Woche lang im Einsatz. Mittlerweile ist er ehrenamtlich beim DRK Ortsverein Haren tätig.
Auch vom Boden aus war die Rauchsäule gegen 15 Uhr deutlich zu sehen (Foto: Matthias Brüning)
 
Die Löscharbeiten waren gegen 18 Uhr abgeschlossen. Nachtrag zur Brandursache:

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